Sind Immobilien eine gute geldanlage?

Rentabilität, Gutachter, Makler, Verträge, Tricks und mehr: Diskussionen rund um Immobilien als Geldanlage. Was spricht dafür, was dagegen?

Sind Immobilien eine gute geldanlage?

Beitragvon Traumtänzer » Fr 17. Okt 2014, 11:08

Ich frage mich zurzeit, ob Immobilien bei den zurzeit niedrigen Zinsen wirklich eine gute Geldanlage sind? Aber auch langfristig betrachtet: sind Immobilien wirklich so sicher, wie man häufig hört und bringt es wirklich so viel, wie man sich erzählt?

So wie ich das mitbekommen habe, sind Immobilien in den letzten Jahrzehnten immer nur im Wert gestiegen. Klingt also erstmal sicher: kaufen und in 20 - 30 Jahren mit einer sicheren Wertsteigerung wieder verkaufen! Auf der anderen Seite habe ich das Gefühl, dass zumindest in einigen Städten die Kaufpreise am realen Wert verbeigehen, also überteuert sind. München, Düsseldorf, Wiesbaden ... scheint mir alles schweineteuer, unter einer halben Million gibt es kein vernünftiges Haus und selbst Wohnung kosten locker 200.000 - also das, was man auf dem Land für ein gutes Haus hinblättert.

Unabhängig davon frage ich mich aber auch, ob Immobilien sich trotz Wertsteigerung wirklich lohnen? Ich meine: man muss regelmäßig Geld reinstecken, um den Wert durch Modernisierung und Wartung zu erhalten. Jedes Jahr fällt die Grundsteuer an und für den Hauskauf bzw. Grundstückkauf fällt je nach Gebiet auch noch eine happige Grundsteuer an. Das sind ja alles Kosten, die ich am Schluss vom Wert der Immobilie wieder abziehen muss, oder? Und da bin ich mir nicht sicher, on das so positiv ausfällt ...

Von daher: Immobilien eine gute Geldanlage - ja oder nein?!?
Traumtänzer
 

Re: Sind Immobilien eine gute geldanlage?

Beitragvon Timmie » Fr 31. Okt 2014, 12:04

Hallo,

generell finde ich, dass eine Immobilie eine gute Geldanlage ist (Stichwort: Altersvorsorge). Aber: Vor dem Kauf muss man sich im Klaren sein, dass man für sehr lange Zeit eine in der Regel hohe finanzielle Belastung hat. Es geht also nicht darum, auf Biegen und Brechen ein eigenes Haus zu kaufen, wie viele das machen, sondern nur zu kaufen, wenn man einen sicheren, gut bezahlten Job hat. Befristete Arbeitsverträge, noch nicht abbezahlte Kredite, etc. werden von den Banken nicht gerne gesehen und die Finanzierung wird abgelehnt. Eigene Immobilie - ja, aber nur wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Das ist nicht für jeden geeignet. Und da sollte man immer ehrlich zu sich selbst sein. Wenn es nicht geht, geht es nicht. Da ist wohnen zur Miete auf jeden Fall die bessere Wahl.
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Re: Sind Immobilien eine gute geldanlage?

Beitragvon FinnsFinanzen » Do 23. Mär 2017, 04:20

Ich stimme da meinem Vorgänger voll und ganz zu.
Meine Eltern (selbstständig) hatten damals ihr Geld in Immobilien angelegt, um für die Rente vorzusorgen. Natürlich muss man sich sehr sehr gut informieren, gerade mit Lage. In unserem Fall hatten sie viel Glück und die Mieten in Berlin Zentrum sind nur in die Höhe gegangen. Aber viele viele Jahre war es ein Nullgeschäft bzw. Minus sogar. Man muss Sachen wie den geliebten "Wasserrohrbruch" oder andere Sachen einkalkulieren und Reserven haben. Aber Schlussendlich nach mehr als einem Jahrzehnt haben sie jetzt ein sehr gute Rente und werden mir sogar irgendwann was gutes vermachen können.
In unserem Fall hatten wir sehr Glück mit der Lage, aber auf lange Sicht und vorallem in großen Maßstäben ist das eine solide Sache! Und deutlich sicherer als manch andere Anlage!!
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